MARITIME SYSTEME

Die Anforderungen an die elektrotechnische Ausrüstung von Schiffen und Yachten steigen ständig. Insbesondere die Vernetzung der Einzelkomponenten innerhalb des Gesamtsystems spielt eine immer größere Rolle. Die Schnittstellen und deren Koordinierung haben entscheidenden Einfluss auf Funktionalität und Kosten.

Um diese anspruchsvollen Aufgaben auch in Zukunft optimal erfüllen zu können, haben wir unser Team in den vergangenen Jahren enorm verstärkt. Schwerpunkt unserer Tätigkeit ist inzwischen die ingenieurtechnische Auslegung des gesamten elektrotechnischen Systems an Bord. Wir unterstützen unsere Kunden bei der Basis- und Detailplanung, der Projekt- und Bauleitung sowie der Inbetriebnahme der maritimen Anlagen.

Daneben bieten wir für viele Teilbereiche auch spezialisierte Produktlösungen an. Dazu zählen u. a. variabel skalierbare Automationssysteme zur Verarbeitung von mehr als 10.000 Messpunkten, elektrische Energieverteilungen und Schaltanlagen, Infotainmentsysteme sowie verschiedenste Steuerungs- und Monitoringlösungen.

Zu den Produkten

Zu den Projektbeispielen

AllViu – MONITORING FÜR HÖCHSTE ANSPRÜCHE

AllViu heißt das Monitoring- und Control-System, das 2004 von besecke entwickelt wurde und inzwischen einen Stand erreicht hat, der in der Schiffsautomatisierung einmalig ist. AllViu visualisiert sämtliche Parameter, die auf einem Schiff ständiger Überwachung bedürfen. Dazu werden alle Messdaten und Zustände in ein einheitliches System zusammengeführt: Motordrehzahlen, Ölstände, Raumtemperaturen, Tankfüllstände, Zustände von Türen, Schiebern und Lüftungsklappen, Pumpenaktivitäten, Abgastemperaturen und vieles, vieles mehr.

Die übersichtliche Darstellung und einfache Bedienung von AllViu macht es der Crew leicht, sämtliche wichtigen Funktionen gleichzeitig zu kontrollieren und zu managen – von der Energieversorgung über den Brandschutz bis zum pH-Wert des Poolwassers. Über 10.000 Messpunkte kann AllViu erfassen und visualisieren.

Abgefragt werden die Alarm- und Statusmeldungen über ein ausgeklügeltes System dezentraler Steuerungen. Durch den Verzicht auf einen zentralen Server bietet AllViu klare Vorteile:

  • Die Verkabelung an Bord kann erheblich reduziert werden.
  • Bei Störung einer einzelnen Steuerung können alle anderen ungehindert weiterarbeiten. Eine aufwendige redundante Serverstruktur ist überflüssig.
  • Der Aufwand bei der Installation verringert sich. So kann jede Einzelkomponente bereits vor ihrem Einbau ins Gesamtsystem auf ihre einwandfreie Funktionalität geprüft werden.
  • AllViu ist jederzeit um zusätzliche Komponenten und Funktionen erweiterbar. Außerdem lässt es sich problemlos mit anderen besecke-Systemen und Add-ons vernetzen (siehe z. B. beSECUR).

All das zusammen senkt die Kosten und sichert die Zukunftsfähigkeit von Schiffen und Yachten – unabhängig von ihrer Größe und den spezifischen Anforderungen.

beSECUR – FÜR ALLUMFASSENDE SICHERHEIT AUF HOHER SEE

beSECUR ist ein Sicherheitssystem, mit dem besecke eine neue Dimension in der maritimen Monitoring-Technologie eröffnet hat. Die innovative Software visualisiert sämtliche sicherheitsrelevanten Aktivitäten an Bord eines Schiffes und löst bei der kleinsten Störung Alarm aus.

So erleichtert beSECUR zum Beispiel die ständige Überwachung von bis zu 500 Türen. Das System managt alle Zugangsrechte und öffnet oder schließt automatisch die Türen – für einzelne Personen, Gruppen oder festgelegte Zeiträume. Ebenso dokumentiert beSECUR auf Wunsch sämtliche Bewegungen an Bord. Eine Bewegungserkennung gehört zur Standardfunktionalität. Darüber hinaus senden steuerbare IP-Kameras bzw. fixe Kameras kristallklare HD-Videostreams.

Die Steuerung und Konfiguration der verschiedenen Sicherheitskomponenten ist von allen autorisierten Stationen an Bord veränderbar. Das erhöht die Effizienz im Management und die Handlungsfähigkeit im Notfall.

Ein weiterer wichtiger Vorteil ist, dass beSECUR und das besecke-Monitoring-System AllViu auf derselben Technologie basieren. Beide Anwendungen sind komplett autonom, arbeiten aber auch wunderbar zusammen. Das gibt dem Schiffsbetreiber die Möglichkeit, an Bord ein allumfassendes Sicherheitsnetzwerk einzurichten. beSECUR ist wie AllViu modular aufgebaut und je nach Sicherheitsanforderung um zusätzliche Funktionen erweiterbar – für nahezu unbegrenzte Sicherheit.

Zur Broschüre 1

Zur Broschüre 2

beWATCH – DIE SCHIFFSBRÜCKE IN SICHEREN HÄNDEN

beWATCH ist ein Navigationsüberwachungs-Alarmsystem für die Schiffsbrücke – ein sogenanntes BNWAS (Bridge Navigation Watch Alarm System), das alle gesetzlich vorgeschriebenen Anforderungen und Leistungsstandards erfüllt. Das System gewährleistet, dass der diensthabende Offizier wach und fähig ist, seinen Aufgaben nachzukommen.

Dazu blinkt in regelmäßigen, flexibel einstellbaren Zeitintervallen auf der Brücke ein Reset-Knopf. Drückt der Offizier diesen nicht rechtzeitig, ertönt ein akustisches Warnsignal (Alarmstufe 1). Erfolgt immer noch keine Reaktion, wird das Warnsignal automatisch in die Kabine und/oder Kabinen anderer diensthabender Navigationsoffiziere weitergeleitet (Alarmstufe 2). Bleibt auch das ohne Erfolg, wird die übrige Crew alarmiert (Alarmstufe 3). Optional kann ein Bewegungssensor eingebaut werden, der zusätzlich jede Aktivität auf der Brücke registriert.

Das besecke-BNWAS-System basiert auf einem programmierbaren Wago-Controller – ausgestattet mit digitalen Anschlüssen für Schalter und Licht zur zuverlässigen Alarmierung überall an Bord. Per Schlüsselschalter kann beWATCH manuelle ein- und ausgeschaltet werden. Die übergeordnete Bedienung erfolgt über ein Webinterface. Auf insgesamt 7 verschiedenen Benutzeroberflächen kann das System beobachtet, gesteuert und eingerichtet werden. Die meisten Benutzeroberflächen sind passwortgeschützt, um unbefugte Eingriffe in das System zu verhindern.  

beWATCH ist optimiert für Retrofit-Installationen und jede Schiffsgröße – als unabhängiges Stand-alone-System oder zur Integration in das besecke-Monitoring-System AllViu. Letztere Lösung spart Kosten für zusätzliche Hardware und Verkabelungen sowie für die Einarbeitungszeit der Crew. Look & Feel der webbasierten Bedienoberflächen sind gleich und die Software erlaubt den sofortigen Zugang zu allen Signalen und Daten.

beMOTION – ZUR SICHEREN LANDUNG AN BORD

beMOTION wurde von besecke speziell zur Überwachung von maritimen Helikopter-Landearealen entwickelt. Das System stellt den Roll- und Neigewinkel sowie die Hebung des Landedecks dar. Die Technik ist kompatibel mit dem Monitoring-System AllViu.

Um beMOTION in AllViu zu integrieren, nutzt besecke grundsätzlich die schon vorhandene Hardware und Verkabelung an Bord. Zusätzlich erforderlich ist die Hardware für den Controller mit einer webbasierten Bedienoberfläche. Umgewöhnen muss sich die Crew nicht: Look & Feel entsprechen den AllViu-Bedienoberflächen und sind an allen AllViu-Stationen verfügbar. Die Darstellung entspricht der Anforderung nach PYC-Code Annex 2, Chapter 5.1.

Alternativ ist beMOTION auch als AllViu-unabhängige Stand-alone-Lösung erhältlich. Das System kann jederzeit nachgerüstet werden. Das Web-Interface kann mit einem beliebigen Browser auf einem PC im Netzwerk angezeigt werden.

SHIPTAINMENT – MIT SICHERHEIT GUT UNTERHALTEN

Damit an Bord eines Schiffes alle Passagiere gut unterhalten werden und sich gleichzeitig sicher fühlen, hat besecke Shiptainment entwickelt – ein State-of-the-Art-System, welches das Infotainment mit den Sicherheits- und Überwachungsanlagen verbindet.

Die relevanten Bordsysteme werden über ein IP-Netzwerk miteinander verbunden – so u. a. für das Fernsehen mit Video- und Audio-on-Demand-Lösungen, die Passagierinformationen, die interne Kommunikation oder die Licht- und Klimasteuerung. Die Alarm- und Feuermeldesysteme werden in das Gesamtkonzept mit einbezogen.

Das Operation Management Center (OMC) fungiert als Zentralstation für das Monitoring und die Steuerung. Alle Komponenten werden einheitlich dargestellt und können individuell gesteuert werden – nach Kundenwunsch oder in Abhängigkeit von festgelegten Parametern wie z. B. Uhrzeit, Position oder Hotel- und Sicherheitsstatus. Die aktuelle Version von Shiptainment beinhaltet zudem die szenenbasierte Ablaufsteuerung kompletter Bereiche über berührungssensitive Eingabegeräte.

Bislang wurde das innovative System an Bord von ca. 30 Passagierschiffen und Yachten installiert – und es werden mehr. Grund für den Erfolg ist nicht nur die optimale Interaktion der verschiedenen Systemkomponenten. Shiptainment lässt sich auch problemlos an bereits vorhandene Bordsysteme anbinden und um zusätzliche Anwendungen erweitern.

 

Projektbeispiel:

YACHTNEUBAU IN RENDSBURG

2013 wurde erstmals ein Yachtneubau der Lürssen-Kröger Werft in Rendsburg bei besecke beauftragt. Die geforderten Leistungen gingen weit über die eines bloßen Zulieferers hinaus. besecke selbst machte sich ein Bild von den individuellen Wünschen der Eignervertreter und der technischen Fachabteilung der Werft.

Aufgabenstellung:

  • Anpassung des von besecke entwickelten Monitoring-Systems AllViu an die speziellen Anforderungen der Kröger Werft und der Eignervertreter
  • Integration des Monitoring-Systems in die Brückenumgebung – mit zentraler Farbumschaltung und Dimming sowie BNWAS
  • Enge Zusammenarbeit mit den Zulieferern des Kabelzuges und der Kabelplanung
  • Erfassung, Bewertung, Dokumentation und übersichtliche Visualisierung aller Messpunkte an intuitiven Bedienstationen
  • Lieferung und Auslegung der Energieversorgungsanlagen, der Brücken-, Nock- und Maschinenraumpulte, der UPS-Systeme, des Brückenracks sowie der dezentralen Automatisierungskomponenten

Lösung von besecke:

  • Entwicklung von individuellen technischen Lösungen innerhalb des modular aufgebauten besecke-Gesamtsystems – etwa durch den Einsatz von Shore-Convertern (2 × 300 kVA)
  • Konstruktion der Hardware und Programmierung der Software
  • Kompletter After-Sales-Service – u. a. mit der Möglichkeit, das System an Bord des Schiffes fernzusteuern. So kann das besecke-Team online mögliche Fehlfunktionen sofort erkennen und ggf. beheben, egal wo sich die Yacht gerade befindet.

Kundenvorteile:

  • Flexibles, zukunftsfähiges Gesamtsystem, das sich beliebig um zusätzliche Anwendungen erweitern lässt
  • Maximale Sicherheit auf allen Weltmeeren

 

Projektbeispiel:

BDE-CONTROL FÜR MEHR WIRTSCHAFTLICHKEIT

 

Was an Bord eines Schiffes verbraucht wird bzw. anfällt, muss entweder dort erzeugt oder mittransportiert werden: Strom, Wasser, Kälte und Wärme, Abwasser, Druckluft und vieles mehr. All das sind Kostenfaktoren, die besecke erfasst und zu optimieren hilft.

Aufgabenstellung:

  • Monitoring-System zur zuverlässigen Erfassung und absoluten Transparenz der Betriebsdaten an Bord
  • Rechtzeitiges Anzeigen von Leistungsreserven bzw. Engpässen im Verteilungsnetz
  • Auftraggeber: Meyer-Werft und Lürssen-Werft

 Lösung von besecke:

  • Entwicklung von besecke-BDE-Control – einem innovativen System, das Energieverbräuche und Prozessabläufe nachhaltig darstellt, ungeplante Betriebszustände in den Versorgungsnetzen rechtzeitig erkennt und so den wirtschaftlichen Betrieb der Schiffe optimiert
  • An Bord befinden sich 120 Stationen mit Sensorik-Punkten, deren Messwerte und Zustandsberichte das System übernimmt – vom Powermanagement bis zum Brandschutz, von den Tendertüren bis zum pH-Wert des Poolwassers.
  • Alle Prozesswerte lassen sich in gängigen Datenbanksystemen nachverfolgen, in CSV-Dateien exportieren und fernübertragen.

Kundenvorteile:

Mithilfe von besecke-BDE-Control lassen sich betriebswirtschaftliche Optimierungspotenziale wesentlich leichter erkennen und schneller nutzen.

  • Ebenso hilft das System, Überlastungssituationen frühzeitig zu vermeiden, was den Wartungsaufwand reduziert und die Betriebszeiten erhöht.

Die Software-Lösung eignet sich für alle technischen Standard-Komponenten und ist jederzeit um weitere Anwendungen erweiterbar.

Projektbeispiel:

HOCHGESCHWINDIGKEITS-ÜBERWACHUNG AUF LUXUSYACHT

Auf Megayachten geht der Trend zu immer mehr Messpunkten, deren Signale automatisch erfasst, verarbeitet und visualisiert werden müssen. Die 180 m lange Yacht, die 2014 in der Bremer Lürssen-Werft vom Stapel lief, kommt auf mehr als 10.000 Messwerte für die unterschiedlichsten Bereiche und Prozesse – vom Maschinenraum bis zur Brücke. Wago liefert die Rohsignale, besecke verwandelt sie in insgesamt rund 100.000 aussagefähige Meldungen, Warnungen oder Handlungsanweisungen.

Aufgabenstellung:

  • Entwicklung eines Automatisierungskonzepts für alle Bereiche, die es zu überwachen und zu steuern gilt. Diese umfassen u. a. den Schiffsmotor, Generatoren, Türstellungen, Feuerlöschventile, Feuermelder, NMEA-Daten, Security, Füllstände, Betriebsstunden, Alarmdienste, Schmutzwasser, Helikopterpad, Ankerwinde, Energiemanagement (EPMS), HVAC, Videoüberwachung (CCTV), Maintenance-System und Entertainment.
  • Die Herausforderung bestand darin, die besonders große Menge an Daten blitzschnell zu verarbeiten und die Ergebnisse jederzeit und überall verfügbar zu machen. Das erfordert eine extrem hohe Rechenleistung, ohne dass die Steuerungen dabei größer werden dürfen.

Lösung von besecke:

  • Einsatz von 125 programmierbaren und besonders leistungsfähigen Wago-Ethernet-Controllern, die als dezentrale Steuerungen die Datenflut sammeln und bündeln
  • Aufbau einer durchgängigen Ethernet-Struktur von der Feld- bis in die Leitebene – auf Basis eines Ethernet-Rings, an dem alle Controller angeschlossen sind
  • Bereitstellung der gesammelten Messdaten zur Verarbeitung und Visualisierung im zentralen Monitoring Control System (MCS) von besecke – über einen von besecke entwickelten OPC-Server, der sechsmal schneller arbeitet als marktübliche Produkte
  • Entwicklung der Steuerungs-Software – z. B. zur Energieverteilung und Sicherheitsüberwachung – sowie eines eigenen Programms zur standardisierten Alarmierung
  • Technischer Support über die gesamte Lebensdauer der Yacht

Kundenvorteile:

  • Keine aufwändige redundante Serverstruktur und Verkabelung notwendig
  • Höchste Sicherheit und Anlagenverfügbarkeit, da jeder Controller autark arbeitet und Ausfälle keine Auswirkungen auf das Gesamtsystem haben

Modularität des Systems erlaubt leichtes und schnelles Nachrüsten einzelner Module – zur Anpassung an veränderte Bedürfnisse.

Projektbeispiel:

ABSORPTIONSKÄLTE-ANLAGE FÜR AIDAmar

In vielen Kliniken und Industriebetrieben senkt eine Absorptionskühlung die Energiekosten – indem sie vorhandene Wärme zur Kühlung verwendet. In einem auf zwei Jahre angelegten Modellversuch installierte die Papenburger Meyer Werft eine solche Großanlage erstmals auf einem Kreuzfahrtschiff – der AIDAmar. besecke lieferte die Software zu dem ambitionierten Forschungs- und Entwicklungsprojekt.

Aufgabenstellung:

  • In der Absorptions-Kälteanlage wird Wasser als Kältemittel genutzt und bei 3–5 °C verdampft. Die Anlage entzieht das verdampfte Kältemittel und führt es in den geschlossenen Wasserkreislauf zurück. Bei diesem thermischen Prozess entfällt der energiefressende Kompressor zur Kühlung.
  • Ziel der Reederei und Werft war es, an Bord der AIDAmar aus zwei Megawatt Abwärme der Generatoren ein Megawatt Kälte für die Kühlräume und Klimanlage zu produzieren.
  • Die Aufgabe von besecke bestand darin, die komplette Software zu schreiben und die Anlage an Bord mit in Betrieb zu nehmen.

Lösung von besecke:

  • Die besecke-Software regelt die gesamte Anlage, erstellt ausführliche Alarm­- und Eventlisten und meldet die Sammelalarme an die übergeordnete Schiffsautomation. Mit dabei: ein automatisches und geregeltes Abschalten im Störungsfall.
  • Spezielle Controller an Bord speichern mehr als 100 Messwerte, Alarme und Zustandsmeldungen.
  • Das Besondere: Die Visualisierungs-Software erlaubt, alle Werte im Webbrowser anzuzeigen und zur Leistungsdokumentation direkt an die Werft und Reederei zu übertragen.

Kundenvorteile:

  • Nach Ablauf der Testphase zeigt sich: Anlage und Software funktionieren auch auf hoher See und bei großem Bedarf an Kühlung.
  • beseckes Pionierarbeit ist damit auch auf andere Anwendungsbereiche übertragbar und setzt einen wichtigen Meilenstein zur Energieeinsparung an Land und zu Wasser.

Projektbeispiel:

INFOTAINMENT FÜR FLUSSKREUZFAHRTSCHIFFE

Elektrotechnische Systeme für Flusskreuzfahrtschiffe erfordern besonders hoch spezialisierte Kompetenzen. Die Werft Den Breejen im niederländischen Hardinxveld-Giessendam vertraut langfristig auf besecke. Unsere Experten sind dort am Bau einer ganzen Reihe solcher Schiffe beteiligt. Daneben besteht eine enge Zusammenarbeit mit Reedereien wie Scenic und Arosa, für die wir u. a. auch Retrofit-Lösungen planen und liefern. Unsere Leistungen umfassen grundsätzlich alle elektrotechnischen Bordsysteme, die wir den Kundenanforderungen entsprechend auswählen, adaptieren und vernetzen. Ein Highlight-Produkt ist „Shiptainment“ – ein speziell für Flussschiffe entwickeltes System, mit dem Den Breejen neue Maßstäbe setzen konnte.

Aufgabenstellung:

  • Entwicklung eines State-of-the-Art-Systems für das Infotainment der Passagiere sowie für die Sicherheits- und Fernüberwachungsanlagen an Bord (in der aktuellen Version mit szenenbasierter Ablaufsteuerung kompletter Bereiche über berührungssensitive Eingabegeräte)

Lösung von besecke:

  • Komplette Planung der elektrischen Bordsysteme über ein IP-Netzwerk – u.a. für TV inkl. Video- und Audio-on-Demand-Lösungen, Passagierinformationen, interne Kommunikation, Licht- und Klimasteuerung sowie zur Einbeziehung der Alarm- und Feuermeldesysteme in die Visualisierung
  • Integration eines Operation Management Centers (OMC) als Zentralstation für das Monitoring und die Steuerung aller IP-basierten Systeme
  • Angleichung der Interfaces an alle anderen Systeme an Bord
  • Detailkonstruktion, Lieferung und Installation aller Systemkomponenten mit dazugehöriger Kabelverlegung und Software
  • Schulung der Crew sowie Wartung und Service für alle gelieferten Systeme
  • Einbeziehung weiterer Bordsysteme in das IP-Netzwerk – z. B. die Automation

Kundenvorteile:

  • Optimale Interaktion der Systeme untereinander
  • Einheitliche Visualisierung und individuelle Steuerung aller Systemkomponenten nach Kundenwunsch und in Abhängigkeit verschiedenster Parameter (Zeit, Position, Hotel- und Sicherheitsstatus etc.)
  • Problemlose Anbindung an bereits vorhandene Bordsysteme und Erweiterung des IP-Netzwerkes um zusätzliche Anwendungen

NAHRUNGSMITTELINDUSTRIE

Als Automationsunternehmen aus der Markenartikelhauptstadt Bremen sind wir in der Nahrungs- und Genussmittelindustrie zu Hause. Ob Bier, Schokolade, Frühstückscerealien, Kaffee oder Fertiggerichte – besecke wiegt, dosiert, mischt, portioniert und kontrolliert. Mit Batch- und Chargen-orientierten System- oder Zusatzlösungen. Von der SPS-Steuerung über Elektromotoren, spezielle Schalter und

Sensoren bis zur Visualisierung sämtlicher Prozesse. Die Integration von SAP-Schnittstellen und MES ist dabei selbstverständlich. Alle Daten zur laufenden Produktion werden exakt erfasst und stehen dem Management unmittelbar zur Verfügung. Das schafft höchstmögliche Transparenz und damit eine sichere Grundlage für alle kaufmännischen Entscheidungen.

Projektbeispiel:

GEFRIERTROCKNUNGSANLAGE FÜR KRAFT FOODS

In Gorelewo nahe St. Petersburg produziert Kraft Foods röstfrischen Löskaffee. In weniger als 24 Stunden wird hier jede Kaffeebohne geröstet, gemahlen, extrahiert, gefroren, getrocknet und verpackt. besecke wurde 2009 beauftragt, vor Ort in Russland eine der größten und modernsten Gefriertrocknungsanlagen der Welt „zum Laufen zu bringen“.

 

Aufgabenstellung:

  • Entwicklung und Umsetzung der Anlagenpläne in Kooperation mit Kraft-Foods-Mitarbeitern
  • Implementierung der Gefriertrocknungsanlage in die fast vollständig automatisierten Produktionsprozesse der Fabrik
  • Sicherstellen einer permanenten Arbeitstemperatur von minus 50 °C im Vakuumtrockner sowie im benachbarten Mahl- und Siebraum – ohne dass die extremen Temperaturen zu Kältebrücken in Wänden und Decken des Gebäudes führen

 Lösungen von besecke:

  • Entwicklung und Planung fast der gesamten Elektrotechnik und Steuerungselektronik
  • Konstruktion mit Einsatz des extrem kältestabilen Vakuumtrockners „Konrad“ als Zentrum der Gefriertrocknungsanlage
  • Bau Dutzender Schaltschränke in Bremen sowie Transport nach und Einbau in Gorelewo
  • Montage aller Komponenten und Inbetriebnahme der gesamten Anlage vor Ort
  • Komplette Verkabelung mit z. T. meterbreiten Kabelbahnen zur Aufrechterhaltung der Arbeitstemperatur und zur Wärmeisolierung des Gebäudes

Kundenvorteile:

  • Weitgehend automatisierter Standort, der höchste Qualitätsanforderungen erfüllt und ohne Unterbrechung jährlich etwa 10.000 Tonnen löslichen Kaffee produziert
  • Direkter Zugang zum russischen Markt, dem weltweit zweitgrößten für löslichen Kaffee

 

Projektbeispiel:

PRODUKTIONSLINIE FÜR FROSTA-TIEFKÜHLGERICHTE

Die Frosta AG ist bekannt für vielfältige Tiefkühlgerichte. Die Einrichtung der neuen Produktionslinie P17 in Bremerhaven war eine große Herausforderung und erstreckte sich über zwei Jahre. Für die Steuerung und Überwachung der komplexen Anlage wurde besecke mit der Projektleitung betraut – zumal einige im Team schon das Vorgängerprojekt, P16, zum Erfolg geführt hatten.

 

Aufgabenstellung:

  • Einrichtung der Produktionslinie P17 in dem größten Frosta-Werk im Bremerhavener Fischereihafen. Sie reicht von der Anlieferung der tiefgekühlten Zutaten direkt aus dem Rohwarenlager über das Mischen und Zubereiten der Rezepturen in den Tumblern bis zum Verpacken und Stapeln der fertigen Gerichte auf Paletten. Endstation der P17 ist das vollautomatische Tiefkühl-Hochregallager, in dem die Paletten auf ihre Verladung warten.
  • Besondere Anforderung an die Steuerung der komplexen Anlage:
    • Die Tiefkühlkette darf an keiner Stelle unterbrochen werden.
    • Das im jeweiligen Rezept definierte Mischverhältnis der Zutaten muss in jeder Portion exakt eingehalten werden.
    • Das Gewicht jeder Portion muss identisch sein.

Lösungen von besecke:

  • Planung und Konstruktion einer Prozessleittechnik, die auf zwei Komponenten beruht:
    • dem Rechnersystem, das die Produktion steuert, sowie
    • dem Bedien- und Beobachtungsrechner, der die Daten zur Visualisierung, Überwachung und Steuerung aller Prozesse erstellt.
  • Programmierung der Schnittstellen mit den übergeordneten Datenbanken und Rechnersystemen. Sie versorgen die Anlage mit allen wichtigen Informationen wie z. B. Produktionsregeln, Rezepturen etc.
  • Entwicklung der Visualisierungen auf Touchscreen-Monitoren. Hier können die Frosta-Mitarbeiter jederzeit und an jeder Station auf die Produktionsabläufe Einfluss nehmen, falls es zu Störungen kommt.
  • Verdrahtungen und Bau von Schaltschränken für Frosta und andere an P17 beteiligte Unternehmen
  • Montage und Inbetriebnahme der Anlage vor Ort im Frosta-Werk

Kundenvorteil:

  • Optimale Koordination aller Schnittstellen im Werk sowie mit externen Zulieferbetrieben

Projektbeispiel:

MIT KAFFEERÖSTER PROBAT IN INDIEN

Sri City im Südosten Indiens ist ein aufstrebender Wirtschaftsstandort für Unternehmen aus aller Welt. Die Tochtergesellschaft eines italienischen Kaffee-Multis eröffnete hier 2012 eine eigene Rösterei. PROBAT und besecke waren Teil des internationalen Projekts, das unter schwierigsten Bedingungen fertiggestellt wurde – zwischen der Millionenmetropole Chennai und den Zeltstadt-Slums am Golf von Bengalen, zwischen trockenen 35 °C im Schatten und tropischer Luftfeuchtigkeit.

Aufgabenstellung:

  • Errichtung einer hochmodernen Kaffeerösterei, die pro Stunde sechs Tonnen Rohkaffee veredelt
  • Auftraggeber und Projektpartner für den Maschinenbau: der weltweit tätige Röster-Spezialist PROBAT aus Emmerich
  • Besondere Herausforderung: Trotz der schwierigen Arbeitsbedingungen vor Ort durfte es zu keinerlei Verzögerung kommen. Das war nicht nur den festen Fertigstellungsterminen geschuldet, sondern vor allem der streng begrenzten Aufenthaltsgenehmigung in Indien. Kein besecke-Mitarbeiter durfte länger als 180 Tage im Land bleiben.

Lösung von besecke:

  • Bauleitung gemeinsam mit PROBAT – inklusive der Suche und Beschaffung von Maschinen und Material vor Ort
  • Montage der Röster, Mühlen und Silos, die zum Teil eine Höhe von 15 m erreichen
  • Montage der Druckluftanlagen
  • Planung, Umsetzung und Inbetriebnahme der gesamten Elektrotechnik und Automatisierung

Kundenvorteil:

  • Zügige und zuverlässige Projektabwicklung durch jahrzehntelange vertrauensvolle Zusammenarbeit mit PROBAT sowie die daraus entstandene Spezial-Kompetenz für Kaffeeröstanlagen in aller Welt

Projektbeispiel

BARCODE-ETIKETTIERSTATIONEN BEI MARKUS KAFFEE

Das moderne Hochregallager von Markus Kaffee wurde von besecke mitentwickelt und bietet Platz für 10.000 Europaletten – bis oben hin gefüllt mit Mahlkaffee, Kaffeebohnen, Kaffee-Pads oder auch verschiedenen Tees. Aber welche Palette wurde wo von wem gepackt und muss wohin weitertransportiert werden? Die Informationen dazu liefern die EAN 128 Etiketten. Sie ermöglichen die genaue Identifizierung einer Palette von der Produktion über das eigene Lager bis zum Supermarkt. Die Frage, wie die richtigen Barcodes an die richtigen Paletten kommen, löste besecke – mit speziellen Etikettierstationen.

Aufgabenstellung:

  • Einrichtung von sechs Barcode-Etikettierstationen, um jede fertig gepackte Palette automatisch oder per Hand mit einem EAN128-Etikett zu versehen
  • Verwaltung von bis zu neun Produktionslinien durch jede einzelne Station – um jeden Etikettierauftrag überall ausführen zu können

Lösung von besecke:

  • Implementierung einer zentralen Datenbank mit Schnittstelle zum übergeordneten ERP-System. Über die Schnittstelle werden die neuen bzw. erledigten Etikettieraufträge zu/von den Ettikettierstationen gesendet/ zurückgemeldet
  • Ausstattung jeder Station mit Barcode-Drucker, Siemens-S7-SPS-Steuerung, Industrie-Panel-PC Bedienstationsrechner und Scannereinheit
  • Programmierung des Etikettiersystems unter Verwendung der modular aufgebauten Wonderware Systemplattform Software

Kundenvorteile:

  • Hocheffiziente Implementierung der Etikettierstationen durch modulares Software-System für alle benötigten Schnittstellen
  • Nahezu unbegrenzte Erweiterungsmöglichkeiten der Software-Funktionen
  • Realisierung zukünftiger Erweiterungen innerhalb einer standardisierten Software-Architektur, die gegenüber hauseigenen Lösungen plan- und kostensicherer ist
  • Möglichkeit zur Anpassung des Lizenzierungsmodells an die individuellen Wünsche und Bedürfnisse – entweder durch eine bestimmte Anzahl dynamisch wechselnder Client-Zugriffe oder fest definiert für bestimmte Arbeitsstationen

 

AUTOMOTIVE

Ein Neuwagen ist heute so individuell wie sein Käufer. Meist beginnt die Produktion erst, wenn feststeht, welche Felgenbreite gewünscht ist. Das erfordert eine Fertigungstechnik, die beides zugleich ist: extrem flexibel und hochverfügbar.

In enger Zusammenarbeit mit Maschinenbauern entwickelt besecke intelligente Automatisierungssysteme für die dynamische Automobilproduktion.

Das SCADA-System liest die gemessenen Ist-Werte der Produktion (z. B. Lackfarbe, Sitzbezug) und sendet die Soll-Werte für das nächste Fahrzeug an die Steuerungen. Eine durchgängige Stördatenerfassung trägt unterdessen zur Reduzierung der Ausfallzeiten bei. Zudem hat das Personal an der Maschine die Möglichkeit, bei Bedarf in den Prozess einzugreifen, ohne ihn zu unterbrechen – durch eine besonders benutzerfreundliche Schnittstellen-Gestaltung.

Projektbeispiel:

VW IN EMDEN

Die besecke-Niederlassung in Emden liegt direkt neben der Fachhochschule und in der Nähe des VW-Werks. Theorie und Praxis verbinden sich hier zu einer besonderen Kompetenz für den Bau des VW-Passats und CC-Coupés. Bei jeder größeren technischen Änderung an den Fahrzeugen unterstützt besecke VW mit Know-how und Erfahrung.

 

Projektbeispiele:

  • Entwicklung des Fahrerlosen Transportsystems (FTS) für die Werkslogistik. Die auf Magnetbahnen geführten Fahrzeuge erhalten von einem Leitrechner und sogenannten RFID-Tags die Informationen, wo sie welche Aufgaben zu erledigen haben. Die RFID-Tags sind Funketiketten, die beim Passieren eines Lesegeräts drahtlos ausgelesen werden – auch über mehrere Meter hinweg.

  • Entwicklung einer Anlage zur Be- und Entlüftung der Lackierstraßen. Dazu wurden Elektroantriebe mit einer Leistung von bis zu 250 kW in die Produktionsprozesse implementiert – auf einer Hallenebenenhöhe von bis zu 28 m.

Leistungen von besecke:

  • Konstruktion und Programmierung in enger Abstimmung mit der Werksleitung
  • Montage und Inbetriebnahme im Werk

Kundenvorteile:

  • Schnelle Umsetzung neuer Produktionsanforderungen durch die direkte Verfügbarkeit eines kompletten besecke-Teams aus Programmierern, Elektrokonstrukteuren und -monteuren sowie einem Mechaniker
  • Höchste Qualitätssicherheit durch ein Kompetenzteam, das über langjährige Erfahrung mit VW verfügt und die Werksanlagen im Detail kennt

Projektbeispiel:

ZENTRALE LEITTECHNIK FÜR VW IN WOLFSBURG

Die Volkswagen AG ist einer der führenden Automobilhersteller weltweit. Um jährlich Millionen neuer Fahrzeuge ausliefern zu können, ist ein hoher Automatisierungsgrad notwendig. Die Systemplattform der Firma Wonderware bietet eine Vielzahl neuer Möglichkeiten für die Betriebsdatenerfassung und die Produktionssteuerung. besecke weiß das Potenzial zu nutzen. Seit 2008 optimieren wir die Produktion des Golf und des Tiguan – mit einer Leitapplikation für die Montagelinie 1.

Aufgabenstellung:

Entwicklung einer leittechnischen Lösung auf Basis des Wonderware Application Servers – mit dem Ziel,
•  die gesamte Montagelinie 1 zu erfassen und zu visualisieren,
•  alle bereits bestehenden Visualisierungen in einer Applikation zu vereinen,
•  alle Stör- und Meldedaten datenbankgestützt zu archivieren und auszuwerten,
•  spezielle Suchfunktionen für die Nutzer zu integrieren,
•  eine Fahrzeug-Nachverfolgung zu ermöglichen,
•  Datenkonzentrator-Informationen anzuzeigen und
•  das Produktionsdaten-Informationssystem (ProDis) zu erweitern und für die Zukunft zu rüsten.

Lösung von besecke:

  • Visualisierung der gesamten Anlage über dezentrale View-Clients
  • Reengineering der SPS-Schnittstellen zu den vorhandenen Siemens-SPSen nach VW-Standard
  • Integration der SPSen in die Application-Server-Lösung, Erstellung von Device Integrated Objects (DI-Objekte) für die Galaxy und Inbetriebnahme
  • Erweiterung des Intranet-basierten Informationsportals "ProDis" für Webbrowser-Zugriff auf aktuelle und historische Anlageninformationen

Kundenvorteile:

  • Wiederverwendbarkeit durch Entwicklung und Einsatz von Logik- und Grafiktemplates: Müssen z. B. an den Grafiken nachträgliche Änderungen vorgenommen werden, können die Templates beliebig oft wiederverwendet werden.
  • Konzeptionierung als Multi-User-System: Mehrere Nutzer können gleichzeitig in derselben Daten-Galaxy arbeiten.
  • Optimierung der Performance durch Aufbau eines verteilten und unendlich erweiterbaren Systems: Treten z. B. irgendwo Probleme auf, so können einzelne Plattformen entlastet werden und andere die Objekte neu bereitstellen.
  • Individuelle Menüführung auf View-Clients: Die strikte Trennung von Logik und Grafik erlaubt es, jeden View-Client den Bedürfnissen des Nutzers anzupassen – sofern dieser zur Administratorgruppe gehört.
  • Sofortige und lückenlose Verfügbarkeit aller Informationen: Der Instandhalter von VW spart sich weite Wege durch verschiedene Hallen, um den Gesamtstatus der Montagelinie 1 im Blick zu behalten.

SONDERMASCHINENBAU

Die Wertschöpfung im globalen Warenstrom hängt wesentlich von der Logistik ab. Sie gilt es nicht bloß zu optimieren, sondern immer wieder neu zu denken. Bei vielen großen Industrie- und Handelsunternehmen fließt das Know-how von besecke ein. Von der

hochspeziellen Technik für führerlose Transportfahrzeuge bis hin zu kompletten Hochregallagersystemen bietet besecke logistische Innovationen komplett aus einer Hand – als Zulieferer oder Generalunternehmen.

Projektbeispiel:

HOCHREGALLAGER FÜR MARKUS KAFFEE

Markus Kaffee in Weyhe bei Bremen und die Westfalia Systemtechnik GmbH sind beide langjährige Kunden von besecke. Dieses Vertrauen haben wir genutzt, um zusammen ein Hochregallager zu entwickeln, das genau auf Markus Kaffee zugeschnitten ist. Dabei wurden alle Entwicklungsschritte so koordiniert, dass die Anlage so früh wie möglich „ihr Geld verdienen“ konnte.

Aufgabenstellung: 

  • Entwicklung und Bau eines vollautomatischen Hochregallagers zur platzsparenden Lagerung und schnellen Kommissionierung von über 10.000 Warenpaletten
  • Außenmaße: 45 m Länge x 35 m Breite x 42 m Höhe. Anzahl der Etagen: 16
  • Ein- und Auslagerung der Paletten durch schienengeführte Regalfahrzeuge, die das gesamte Lager bedienen
  • Projektpartner für die Mechanik: Westfalia Systemtechnik GmbH

Lösungen von besecke:

  • Planung gemeinsam mit dem Endkunden und dem Partnerunternehmen
  • Elektrokonstruktion von 2 Regalfahrzeugen und ca. 100 m Fördertechnik
  • Programmierung der Regalfahrzeuge, Fördertechniken und der Sicherheitssteuerung
  • Schaltschrankbau
  • Vorabinbetriebnahme in einem Teststand
  • Verkabelung und Inbetriebnahme der Anlage vor Ort
  • Einweisung und Schulung der Anlagenbediener bei Markus Kaffee

Kundenvorteile:

  • Hochindividuelle Lösung, die neben den technischen Details auch alle wirtschaftlichen Aspekte im Blick hat
  • Zeit- und Kostenersparnis des Kunden durch Vorabinbetriebnahme der Fahrzeuge im Teststand. Der Aufwand vor Ort ist geringer, die Anlage früher im Einsatz.

 

 

Projektbeispiel:

MODERNE EISSTIEL-HERSTELLUNG BEI KARL OTTO KNAUF

Wie werden aus riesigen Baumstämmen winzig kleine Eiscreme-Stiele? Niemand weiß das besser als Karl Otto Knauf – ein mittelständisches Unternehmen aus dem schleswig-holsteinischen Stockelsdorf. Seit vielen Jahrzehnten werden hier Eisstiele komplett aus Buche hergestellt. besecke hat die Produktionsanlage auf den neuesten Stand der Technik gebracht.

Aufgabenstellung:

  • Modernisierung der vorhandenen Anlage zum Messen, Auswerten, Sägen und Berichten
  • Besondere Herausforderungen:
    o   Aufgrund des Alters der Anlage konnte nicht auf die Dokumentationen oder die Programmcodes zurückgegriffen werden.
    o   Den gesamten Umbau galt es während der Produktionspause von nur drei Wochen zu realisieren.

Lösung von besecke:

  • Konstruktion einer komplett neuen Steuerungstechnik auf der Grundlage der bekannten bisherigen Arbeitsabläufe
  • Programmierung und Visualisierung – u. a. mithilfe der jahrzehntelangen Erfahrungen einiger Knauf-Mitarbeiter
  • Integration des S7-Steuerungskonzepts, da es für die bis dahin vorhandene Technik teilweise keine Ersatzteile mehr gab
  • Einsatz moderner Lichtgitter und Ultraschall-Wegmessungen von Turck, um die angelieferten Baumstämme auf eine produktionsgerechte Länge zu sägen
  • Komplette Demontage der bisherigen Anlagenelektrik, Einbau der neuen Schaltschränke und Bedienfelder sowie Feldverkabelung
  • Testläufe und Inbetriebnahme der Anlage sowie Einweisung der Knauf-Mitarbeiter in die „neue“ Produktion

Kundenvorteil:

  • Hohe Kosteneinsparung und Nachhaltigkeit durch Erhalt der bisherigen Anlage – bei gleichzeitiger Optimierung der Arbeitsprozesse

Projektbeispiel:

FÖRDERTECHNIK AM RFT-VERLADEHAFEN IN RIGA

RFT ist ein riesiger Umschlagplatz für Düngemittel im Hafen der lettischen Hauptstadt Riga. Täglich kommen Züge aus Russland, deren Frachtgut hier entladen, in Silos zwischengelagert und in alle Welt weiterverschifft wird. Seit Januar 2014 passieren jährlich 2 Millionen Tonnen Düngemittel den Hafenterminal – mit einer Geschwindigkeit von 1.200 Tonnen pro Stunde bei der Entladung und 1.900 bei der Beladung der Schiffe. RFT gehört damit zu den effizientesten Logistikzentren für Düngemittel in Europa.

Aufgabenstellung:

  • Konstruktion und Programmierung der Steuerungsanlagen zum Entladen der Güterwaggons an der Zugentladestation, zur differenzierten Beladung von acht Kuppelsilos sowie zur Entladung der Silos an zwei Schiffsladestationen
  • Entwicklung eines einheitlichen Visualisierungs- und Bediensystems, das sämtliche Abläufe am Terminal einbezieht – auch solche, die nicht von besecke-Technik gesteuert werden (z. B. die Beleuchtung oder die Entstaubungsanlage)

Lösung von besecke:

  • Konstruktion und Programmierung der Steuerungstechnik, die das Frachtgut schnell und sicher von den Zügen über die Silos bis auf die Schiffe transportiert – in der jeweils gewünschten Qualität und Menge
  • Einrichtung der Visualisierung auf Basis eines redundanten Serversystems von Siemens – mit integriertem Datenbankenrechner
  • Bau von Schaltschränken aus seeluftresistentem Kunststoff
  • Installation der Elektrotechnik vor Ort am Terminal – inklusive Montage, Verkabelung und Inbetriebnahme

Kundenvorteil:

  • Hohe Flexibilität und Effizienz durch Integration systemfremder Förderwege in die Visualisierung
  • Jederzeit direkter Zugriff auf besecke-Programmierungs- und Visualisierungs-Know-how

Projektbeispiel:

VERPACKUNGS-ROBOTER FÜR RPC IN KUTENHOLZ

Die internationale RPC-Gruppe ist einer der führenden Anbieter für Kunststoffverpackungen. Am niedersächsischen Standort Kutenholz laufen Flaschen für Shampoos und Kosmetikprodukte aus den Blasformmaschinen. Auf Förderbändern werden die Flaschen in Kartons verpackt und an Markenartikler geschickt, die sie später befüllen und mit ihrem Etikett versehen. besecke hat zahlreiche RPC-Packzellen automatisiert – mit hoch flexiblen Kuka- Robotern.

Aufgabenstellung:

  • Modernisierung und Flexibilisierung der robotergeführten Packzellen und Förderanlage
  • Planung eines übergreifenden Steuerungskonzepts, das die Bedienung erleichtert und sich auf jede Verpackungsart anwenden lässt

Lösung von besecke:

  • Austausch der veralteten Pack-Roboter gegen neue KR16-Roboter von Kuka. Im Unterschied zu herkömmlichen Lösungen sind die neuen Roboter in der Lage, unterschiedliche Flaschenformen zu greifen, ihre Greifrichtung zu verändern und die Artikel sogar um die Kurve zu befördern.
  • Entwicklung eines besonders bedienfreundlichen Visualisierungs- und Steuerungskonzepts. Ein Multipanel gibt dem User die Möglichkeit, die Parameter nach Bedarf zu verändern (z. B. Größe der Flaschen) und die Packmuster automatisch anzupassen.
  • Komplette Projektabwicklung mit Auslegung der Sensorik, Pneumatik, Maschinenbauteile, Konstruktion, Inbetriebnahme und anschließender Einarbeitung der Mitarbeiter

Kundenvorteil:

  • Ein Höchstmaß an Flexibilität, um ohne Unterbrechung unterschiedlichste Flaschen sicher zu verpacken und in Kartons zur Palettierung zu befördern.
  • Minimierung des Planungsaufwands durch den Einsatz von richtungsflexiblen Kuka- statt Linearportal-Robotern, die Umverpackungen nur geradeaus befördern können.

Zum Produkt-Video

Projektbeispiel:

EXTRUDERSTEUERUNG FÜR DIE METEOR GUMMIWERKE

Was der Laie „Gummidichtung“ nennt, sind technologisch anspruchsvolle Elastomere – formfeste, aber hochelastische Kunststoffe, die mit sogenannten Extrudern hergestellt werden. Wie aus einem Fleischwolf quellen dort die fertigen Dichtungen für Türen, Fenster, Reifen oder Maschinen heraus. Meteor betreibt solche Produktionslinien in Deutschland, China und den USA, drei davon am Hauptsitz in Bockenem am Harz – mit dem Know-how von besecke.

Aufgabenstellung:

  • Konstruktion der Steuerungstechnik für einen Extruder – in Kooperation mit dem Unternehmen B&R, das die Steuerungskomponenten lieferte
  • Besondere Herausforderung: Dort, wo später die Dichtungen im Tür- oder Fensterrahmen einen 90-Grad-Winkel ausfüllen, muss für den Außenrand mehr und für den Innenrand weniger Material eingesetzt werden. Das erfordert eine exakte Durchfluss-Kontrolle des Materials – bei einer Durchflussgeschwindigkeit von 20 m in der Minute und schwankenden Temperaturwerten.

Lösung von besecke:

  • Entwicklung einer Software, die den Materialdurchfluss an den richtigen Stellen millimetergenau misst und steuert
  • Installation einer Visualisierung, die es dem Meteor-Mitarbeiter an der Maschine leicht macht, die Durchflusswerte stündlich zu kontrollieren und ggf. nachzuregulieren

Kundenvorteil:

  • Das besecke-System ist ein weiterer Schritt zur Flexibilisierung der Produktion und damit zur Umsetzung der Meteor-Zukunftsvision – nämlich etwa 2.000 unterschiedliche Rezepturen auf den Produktionslinien fahren zu können. Per Daten-Stick und Passwort sollen dann die Materialien während der Produktion ausgetauscht werden.